Das niederlausitzische Grenzland nach 1945
Die Lausitzer Neiße wurde 1945 Staatsgrenze und durchschnitt ältere städtische, verkehrliche, familiäre und wirtschaftliche Beziehungen.
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Thematische Galerie
Die thematischen Grafiken sind moderne visuelle Arbeiten der Fundacja Rokita und dienen der Illustration; sie sind keine Reproduktionen konkreter Archivfotos.
Ein Fluss wird Staatsgrenze
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Lausitzer Neiße zur Staatsgrenze. Der östliche Teil der historischen Niederlausitz kam unter polnische Verwaltung. Das bedeutete weit mehr als eine Linie auf der Karte: Bevölkerungsaustausch, neue Verwaltungen, unterbrochene Straßen, Brücken und Wirtschaftsbeziehungen sowie neue Ortsnamen.
Besonders anschaulich sind Guben/Gubin und Forst/Zasieki. Rechts der Neiße gelegene, mit dem Vorkriegs-Forst verbundene Flächen liegen heute in Polen. Zasieki umfasst unter anderem das frühere Berge; Brożek entspricht Scheuno, Brody Pförten, Lubsko Sommerfeld, Jasień Gassen und Żary Sorau.
Nicht das Ende der Region, sondern eine neue Schicht
Die Grenze von 1945 ist eine fundamentale Zäsur, löscht aber ältere Strukturen nicht. Für die Forschung der Fundacja sind Straßen, Bahnlinien, Flurnamen, Industrie, Friedhöfe und Familienerinnerungen auf beiden Seiten der Neiße wichtig.
Namenspaare erzählen Geschichte
Guben ↔ Gubin
Stadt an der Neiße, seit 1945 geteilt.
Forst ↔ Zasieki / Berge
Der Vorkriegs-Stadtraum Forst reichte auf das rechte Neißeufer.
Scheuno ↔ Brożek
Ort mit engem Bezug zum Industriekomplex DSC Forst.
Pförten ↔ Brody
Historischer Mittelpunkt der Standesherrschaft und lokaler Erinnerungsort.
Sommerfeld ↔ Lubsko
Stadt der östlichen Niederlausitz mit langer Wirtschafts- und Verkehrsgeschichte.
Sorau ↔ Żary
Ehemaliges Kreiszentrum für große Teile des östlichen Raumes.
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Gemeinde Brody