Sagen und Glaubenswelt der Niederlausitz
Vom Nachtjäger bis zum Irrlicht: lokale Überlieferungen zeigen die Landschaft aus der Perspektive früherer Bewohner.
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Thematische Galerie
Die thematischen Grafiken sind moderne visuelle Arbeiten der Fundacja Rokita und dienen der Illustration; sie sind keine Reproduktionen konkreter Archivfotos.
Sage ist keine Chronik
Sagen zeigen, wie Menschen gefährliche Orte, ungewöhnliche Erscheinungen, alte Steine, Moore, Nachtgeräusche oder Konflikte deuteten. Sie sind keine Beweise für übernatürliche Ereignisse, aber wertvolle Quellen zur Vorstellungswelt, Sprache und lokalen Identität.
Ein zentraler Fund ist Karl Ganders Niederlausitzer Volkssagen, vornehmlich aus dem Stadt- und Landkreise Guben von 1894, digitalisiert durch die SLUB Dresden. Für unser Arbeitsgebiet ist der Band besonders wichtig, weil er den Raum Guben und die Nähe von Forst berührt. Das Inhaltsverzeichnis nennt u.a. Nachtjäger-Geschichten aus Ponlo und Amtitz, zwischen Mehlen und Sacro, den Teufelsberg bei Döbern, den Teufelsstein zu Kemnitz und das Feuer zu Triebel von 1804.
Ergänzend ordnet Edmund Veckenstedts Sammlung von 1880 Wendische Sagen, Märchen und abergläubische Gebräuche Motive wie Wendenkönig, Nachtjäger, Pśezpołdnica, Ludki, Nixe/Wasserwesen, Błudnik und Drachen.
Lokale Spuren bei Gander
Sacro - Mehlen
Nachtjäger-Erzählung im unmittelbaren Forster Umfeld.
Döbern
Der Teufelsberg als Beispiel landschaftsbezogener Überlieferung.
Kemnitz
Der Teufelsstein als lokaler Erinnerungsort.
Triebel
Das Feuer von 1804 verbindet Überlieferung und ein konkretes Datum.
Amtitz
Nachtjäger-Motiv im nördlichen Umfeld von Guben.
Guben
Ganders Sammlung konzentriert sich auf Stadt und Kreis Guben.
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