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1945 - Festung Forst · dzienniki bojowe

106. Garde-Schützendivision

Stellungen, Aufklärung und Übergangsvorbereitungen im Raum Forst–Scheuno.

Die Division an der Neiße

Im März 1945 hielt die 106. Schützendivision Stellungen am Ostufer der Lausitzer Neiße gegenüber Forst. Die Meldungen beschreiben einen städtischen und flussnahen Frontabschnitt mit Brücken, Deichen, dem östlichen Forst, Berge und Scheuno. Über Wochen dominierten Beobachtung, Stellungsbau, Scharfschützen- und Artillerietätigkeit sowie begrenzte Aufklärungsvorstöße.

Historische Bezeichnung: In Befehl Nr. 069 vom 3. März erscheint die Einheit als „106. Transbaikal-Dnjepr Rotbanner-Schützendivision“. Die Division war ursprünglich als 106. Transbaikal-Division des NKWD aufgestellt worden; spätere Bezeichnungen spiegeln ihre Umgliederung und Fronterfahrung.

Gliederung und Aufgaben

43. SchützenregimentVerteidigung, Gefechtsvorposten und Pionierarbeiten im Raum Forst.
188. SchützenregimentStadt- und Flussabschnitt; Aufklärung über die Neiße in der Nacht 13./14. April.
236. SchützenregimentAbschnitt Berge–Scheuno mit Schwerpunkt an Straßen- und Eisenbahnbrücken.
362. ArtillerieregimentFeuerunterstützung, Gegenbatteriekampf und Vorbereitung geplanter Feuer.
Stellungsskizze der 106. Schützendivision bei Forst
Skizze des Anschlusses zwischen der 287. und 106. Schützendivision, 21. März 1945.

Chronologie

Deutscher Gegenangriff

Ein durch Artillerie und gepanzerte Fahrzeuge unterstützter Angriff auf das 188. Regiment wurde nach etwa einer Stunde abgewehrt. Verlustzahlen werden als Eigenmeldung der Einheit behandelt.

Befehl Nr. 069

Das Divisionskommando verlangte lückenlose Beobachtung, ausgebaute Stellungen und eine systematische Erkundung der deutschen Befestigungen.

Brücken, Forst und Scheuno

Die Regimenter erhielten klar abgegrenzte Abschnitte; Artillerie sollte Reservenbewegungen sperren und Gegenbatteriefeuer führen.

Gewaltsame Aufklärung

Ein Bataillon des 188. Regiments überschritt die Neiße, um Feuerstellungen und Hindernisse vor dem Großangriff zu erkunden.

Beginn der Berliner Operation

Nach Artillerievorbereitung begann der Übergang über die Neiße. Die Unterlagen verbinden taktische Befehle, Pionierarbeit und Beobachtungsberichte zu einem detaillierten Bild.

Quellenkritik

Ortsnamen werden in den Dokumenten oft phonetisch oder in wechselnder Schreibweise wiedergegeben. Verlust- und Erfolgszahlen sind Meldungen der eigenen Truppe und keine unabhängig bestätigten Statistiken. Unklare Lesarten werden nicht stillschweigend ergänzt.

Primärquelle
Pamyat Naroda – sowjetische GefechtsunterlagenBefehle, Meldungen und Kartenskizzen der 106. Schützendivision.