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DSC Forst „Wald“ · verborgenes Industrieerbe in der Natur
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Die Waldeisenbahn der Grafen von Brühl

Durch die Wälder der früheren Standesherrschaft Forst–Pförten führte ein Schmalspurnetz, das die Forstwirtschaft mit der Industriegeschichte der Region verband. Eine historische Karte hilft, die Spuren dieses wenig bekannten Transportsystems wiederzufinden.

Historische Karte der Waldungen Forst–Pförten mit roten Linien, die der Waldeisenbahn zugeordnet werden
Historische Karte der Waldungen der ehemaligen Standesherrschaft Forst–Pförten. Die roten Linien zeigen nach der mit dem Material übergebenen Erläuterung die Gleise der Waldeisenbahn. Herkunft der Karte nach Angaben an die Stiftung: Bundesarchiv; die Signatur ist noch zu ermitteln. Digital bearbeitete Reproduktion. Digital rekonstruierte Stellen dürfen nicht als originalgetreue Wiedergabe sämtlicher Kartendetails verstanden werden.

Eine Eisenbahn im Dienst des Waldes

In den ausgedehnten Wäldern der ehemaligen Standesherrschaft Forst–Pförten, die der Familie von Brühl gehörte, verkehrte im 20. Jahrhundert eine Waldeisenbahn. Dieses wenig bekannte Transportsystem diente der Forstwirtschaft im Gebiet zwischen dem heutigen Brody, Tuplice und den Flächen östlich von Forst. Es gehörte zur wirtschaftlichen Infrastruktur des Gutes und war keine öffentliche Personenbahn.

Nach regionalgeschichtlichen Darstellungen wurde die Bahn 1923 eröffnet; ihr Streckennetz erreichte eine Länge von etwa 40 Kilometern. Es erschloss die Wälder zwischen Teuplitz (Tuplice), Pförten (Brody), Forst–Berge und Mehlen. Seine wichtigste Aufgabe war der Transport von Holz und von Material für die Waldarbeiten.

Schmale Spur und kleine Dampflokomotiven

Die Schmalspurbahn besaß eine Spurweite von 600 mm. Regionalgeschichtliche Darstellungen nennen den Einsatz von Dampflokomotiven des Typs Brigadelok – kleinen Lokomotiven, die besonders mit den deutschen Heeresfeldbahnen des Ersten Weltkriegs verbunden sind. Der leichte Oberbau ermöglichte es, die Gleise durch die Waldgebiete zu führen und das Netz dem jeweiligen Transportbedarf anzupassen.

Eine Verbindung zum Jagdstern

Die Bahn erreichte auch den Jagdstern, einen früheren Treffpunkt für Jagdgesellschaften im Wald mit Jagdhaus, Forsthaus und Nebengebäuden. Eine Verbindung dorthin bestätigt die offizielle historische Darstellung der Stadt Forst „Auf den Spuren des Grafen Brühl”.

Was zeigt die historische Karte?

Auf der bereitgestellten historischen Karte der Waldungen der Standesherrschaft Forst–Pförten kennzeichnen rote Linien nach der mitgelieferten Erläuterung die Gleise der Waldeisenbahn. Das dargestellte Netz verzweigte sich in verschiedene Teile des Waldgebiets und macht die Ausdehnung des früheren Transportsystems sichtbar. Die Karte ist ein Ausgangspunkt für weitere Vergleiche der alten Strecken mit heutigen Karten und digitalen Geländemodellen.

Von der Bahn sind nur wenige sichtbare Spuren erhalten. Regionalforscher weisen darauf hin, dass sich im Gelände noch Abschnitte ehemaliger Trassen und frühere Umschlagplätze finden lassen. Ihre Identifizierung erfordert jedoch genaue Geländeuntersuchungen und eine Auswertung kartographischer Quellen.

Die Stiftung Rokita dokumentiert vergessene Elemente der Geschichte der Region Brody, Forst und der früheren Gebiete an der Lausitzer Neiße. Die Erforschung der Waldeisenbahn hilft zu verstehen, wie die ausgedehnten Wälder der Brühlschen Güter bereits vor 1945 genutzt und erschlossen wurden.

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Zeitzeugen Forst/Lausitz, „Die Waldeisenbahn in der großen Pförtener Heide” – die im bereitgestellten Text genannte regionalgeschichtliche Quelle für das Jahr 1923, etwa 40 km Gleise, 600 mm Spurweite, Brigadeloks und erhaltene Spuren. Bei der erneuten Überprüfung des Links am 28. Oktober 2026 war der Forenbeitrag nicht öffentlich zugänglich.
  2. Stadt Forst (Lausitz), „Auf den Spuren des Grafen Brühl”, Abschnitt „Jagdstern” – Bestätigung der Bahnverbindung zu diesem Ort.
  3. Friedemann Tischer, Die Eisenbahn Weißwasser–Muskau–Teuplitz–Sommerfeld und die Waldbahn der Standesherrschaft Forst–Pförten, Weißwasser 2022 – in der regionalen Bibliographie genannte Fachpublikation.
  4. „Bahngeschichte im westlichen Kreis Sorau” – eine historische Zusammenstellung, die unter anderem auf Friedemann Tischers Arbeit beruht.

Quellen und Hinweise

  1. Stadt Forst (Lausitz): Auf den Spuren des Grafen Brühl, Jagdstern
  2. Zeitzeugen Forst/Lausitz: Die Waldeisenbahn in der großen Pförtener Heide
  3. Friedemann Tischer: Die Eisenbahn Weißwasser–Muskau–Teuplitz–Sommerfeld und die Waldbahn der Standesherrschaft Forst–Pförten
  4. Bahngeschichte im westlichen Kreis Sorau

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