1994 und 1995 - zwei Dokumente derselben Rekonstruktionslinie
Im Projekt werden beide Arbeiten für die technischen Daten als inhaltlich eng zusammengehörig behandelt, bibliographisch bleiben sie jedoch getrennt. Die offizielle Bibliographie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bestätigt die unveröffentlichte Forst-Studie von Preuß et al. (1994): 141 Seiten, 38 Tabellen, 12 Abbildungen, 36 Gebäudebeschreibungen und ein Plan 1:5.000. Die G.E.O.S.-Expertise vom 30.11.1995 ordnet Archivmaterial, Geländerekonstruktion, technische Systeme und Umweltfragen zusammen.
Primärquelle · G.E.O.S. 1995
„Expertise ... Munitions- und Sprengstofffabrik Forst“, Berlin/Hennigsdorf, 30.11.1995; besonders Kap. 3.2.2, 4.1-4.5 sowie Tabellen 5, 7, 12-18.
Die Scans werden nicht als Seitengrafiken eingebettet; der vollständige Scan ist nur als Quellen-PDF verlinkt.Die Größenordnung
Die 3,364 Mio. m² müssen nicht sämtliche Schutzwald- und Nebenflächen umfassen. Frühere Projekttexte nannten 500-600 ha; der heute sichtbare öffentliche Eintrag 89/1299/0 zeigt diese Zahlen jedoch nicht. Deshalb werden sie hier nicht als aktuell bestätigte Archivangabe verwendet.
Baumaterial 1939-1941
Es handelt sich um summierte Planwerte der Halbjahresansätze, nicht um eine vollständige Endabrechnung des tatsächlichen Einbaus.
Ca. 70 km Straßen und ein großes Werkbahnnetz
G.E.O.S. beschreibt rund 70 km Werkstraßen, überwiegend aus Betonplatten. Für die Werkbahn nennt die Studie etwa 38 km, weist diese Zahl jedoch auf Zeugenaussagen und Rekonstruktion zurück. Belegt sind Funktionen wie WÜST-Übergabestation, Werkstatt und Lokschuppen, Wagenwaagen, Rampen und Kesselwagenabfertigung.
28 Brunnen und getrennte Abwasserströme
Die Wasserversorgung, Kühlung, Kesselhäuser, Labore, Sozialbereiche und chemischen Abteilungen waren technisch getrennt. Das erklärt die große Bedeutung ehemaliger Kanäle, Absetzbecken und Infiltrationsbereiche für die Untersuchungen der 1990er Jahre.
Zwei Energiekomplexe und Brennstoffmangel
| Brennstoff | Monatsbedarf | Zuteilung | Fehlmenge |
|---|---|---|---|
| Steinkohle | 4.000 t | 2.665 t | 1.335 t |
| Braunkohle | 300 t | 280 t | 20 t |
| Koks | 250 t | 106 t | 144 t |
Nicht eine Halle, sondern viele getrennte Zonen
Die Darstellung bleibt historisch-technisch, nicht anleitend: keine Rezepturen, Mischungsverhältnisse, Temperaturen, Zeiten oder Betriebsparameter.
38.526 Tonnen in der überlieferten Produktionsstatistik
| Zeitraum | Gesamt | Monatsmittel |
|---|---|---|
| 1941/1942 | 3 299,7 t | 275 t/mies. |
| 1942/1943 | 8 758,0 t | 729,8 t/mies. |
| 1943/1944 | 13 667,0 t | 1 138,9 t/mies. |
| IV-VIII 1944 | 6 523,0 t | 1 304,6 t/mies. |
| IX 1944-I 1945 | 6 268,0 t | 1 253,6 t/mies. |
Die höchste Monatsleistung der erhaltenen Übersicht liegt im Zeitraum April-August 1944 bei rund 1.304,6 t.
Was Online-Quellen heute sicher bestätigen
JGU Mainz bestätigt die Forst-Studie von 1994. Der Bundesarchiv-Datensatz BArch R 8135/7252 nennt Forst als Zweigwerk der Deutschen Sprengchemie. Ein BLHA-Datensatz von 1942 dokumentiert eine Verurteilung wegen Arbeitsverweigerung bei DSC Forst-Scheuno und verknüpft weitere Scheuno-Akten. Das Staatsarchiv Zielona Góra führt 89/1299/0 mit 67 Einheiten; der aktuelle öffentliche Inhalt besteht aus Werksausweisen. Das LfU Brandenburg bestätigt die systematische Erfassung von Rüstungsaltlasten 1991-1995 als institutionellen Kontext.
Quellen
- G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft mbH, Expertise Forst, 30.11.1995.
- Preuß et al. (1994), Forst-Rekonstruktion. JGU Mainz.
- Archiwum Państwowe w Zielonej Górze, 89/1299/0. Szukaj w Archiwach.
- Bundesarchiv / DDB, BArch R 8135/7252. DDB.
- BLHA / DDB, 29 LGgef Guben 245. DDB.
- LfU Brandenburg, Rüstungsaltlasten. LfU.





